Sensomotorisches Training

03.05.2020
Sensomotorisches Training

Was ist Sensomotorik?

Sensomotorik setzt sich aus 2 Wörtern zusammen. Einmal aus:

Sensorik = Aufnahme von Informationen aus der Umwelt und deren Weiterleitung an das zentrale Nervensystem sowie

Motorik = Ansteuerung und die daraus folgende Anspannung der Muskulatur.

Es ist also ein Zusammenspiel zwischen der Aufnahme und Verarbeitung von Sinneswahrnehmungen sowie Reaktion der Muskulatur und des Bewegungsapparats auf die Wahrnehmung.

Ein sensomotorisches Training ist ein koordinatives Training was zur Verbesserung von Bewegungsabläufen führt. Die Koordination wird als Basis aller Leistungen des sensomotorischen Systems bezeichnet und beinhaltet verschiedene Fähigkeiten.

Ein wichtiger Bestandteil des sensomotorischen System sind die Propriozeptoren. Das sind Rezeptoren die sich in den Gelenken, Sehnen und in der Muskulatur befinden und dem Gehirn mitteilen, in welcher Stellung sich das Gelenk befindet.

Daher ist es auch wichtig, diese schon im Welpenalter zu fördern, da das Verletzungsrisiko deutlich verringert wird.

Des Weiteren ist dieses Training in der Rehabilitation nach Operationen oder Verletzungen unerlässlich, da die Rezeptoren gestört sind und somit es den Hunden an Körpergefühl und Koordination fehlt.

Für wen ist das Training geeignet?
Die Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten verläuft in einer Kurve. Bis zum jungen Erwachsenenalter steigt die Kurve an, erreicht ihren Höhepunkt und flacht im Alter langsam ab. 
Aufgrund dessen eignet sich das Training für alle Hunde und sollte regelmäßig mit eingebaut werden.
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